Donnerstag 28. Freitag 29. Januar 2016

Gestern Donnerstag kam der Vertreter von einer Kranvermietungsfirma um sich die örtlichen Gegebenheiten anzusehen. Der Kleinste Baukran, den die Firma vermietet, weist eine Höhe von 18m und 22 Ausladung aus. Zwar zeigt es sich dass er aufgestellt werden kann und der Schwenkbereich nicht das Dach von Peter beschädigt. Aber für meinem Gefühl etwas zu groß. Herr Kammerlander sagte zu ein Angebot zu schreiben.  Alternativ auch einen kleinen Kran mit 18m Höhe aber nur 5m Schwenkbereich ebenso anzubieten. Nach seinen Aussagen würde der Kran mit Auf. und Abbau für 6 Wochen Brutto etwa 4200€ kosten. Diese Summe veranlasste mich die Möglichkeit eines Kaufs wieder zu verfolgen. Mein Ziel für etwa den gleichen Preis einen zu Kaufen, den wir nach Beendigung der Arbeiten wieder verkaufen, oder in einen Maschinenring einbringen könnten.

Neben diesen Notwendigen Abklärungen, schremmte ich wieder einmal ein Loch in die Natursteinmauer, um für die Werkstatt ein Abwasserrohr zu verlegen, damit später in der Werkstatt eine kleine Spüle eingebaut werden kann. Wie immer sind solche Löcher aufwendig und werden immer größer als beabsichtigt.

Abends nahm ich Kontakt mit einem der einen geeigneten Baukran für 4000€ zum Kauf anbot. Für mich hieß das mit den öffentlichen dort hin zu kommen um ihn ansehen und eine Funktionsprüfung vornehmen zu können. Dann musste ich einen Spediteur finden, der mir ein Angebot abgibt, das die Gesamtkosten nicht sprengt.

Heute verabredete ich mit dem Verkäufer des Krans auf Montag. Ich organisierte mein Hin- und Rückfahrt und kaufte die Fahrkarten. Das Angebot des Spediteurs liegt bei 855€ Netto, was meinen geschätzten 1000€ nahe kommt und bei den kalkulierten 5'000€ Gesamtkosten liegt. Dieses Organisieren und Überlegen, wirtschaftlich Ja/Nein, kostete mich heute schon nerven und Zeit. So dass ich kaum Zeit fand den herrlichen warmen Sonnenschein zu genießen. Nach weiteren Schremmarbeiten gelang es mir das Abflussrohr bis zur Werkstatt zu verlegen. Ebenso verlegte ich parallel dazu noch ein Leerrohr für die Elektroinstallation.

Morgen plane ich auch auf die Baustelle zu gehen, um ev. mit Peter die Kreissäge in betrieb zu nehmen. Denn die bestellten Sägeblätter sollten auch in den nächsten tagen eintreffen. Nächste Woche werde ich mich weiter um den Einschlag des Holzes kümmern, wie mir gesagt wurde, ist es dabei notwendig stetig dran zu bleiben.

Dienstag 26. Mittwoch 27. Januar 2016

Um mit der neuen Kreissäge einen Testlauf machen zu können, musste ich gestern den Baustromverteiler versetzen und über den Keller neu anschließen, dazu musste ich wieder einmal ein Loch in die Natursteinmauer schremmen. Danach bewegte ich die Kreissäge von der Palette runter an den vorgesehenen Standort, mit hebeln und rollen in Zusammenarbeit wiedermal mit Dr. Hebel. Leider lief die Maschine nicht, als ich den Stecker eingesteckt und Strom auf der Maschine war. Ich nahm mir vor, mich des Problems in den nächsten Tagen anzunehmen.

Heute verputzte ich die Decke im EG mit Kalkfeinputz, da ich plane, demnächst die Decken zu weißeln. Das ist eine diffizile Arbeit und ich kann von mir noch nicht behaupten darin Meister zu sein. Immer wieder reißt der neu aufgebrachte Kalkfeinputz und ich muss wieder von Vorne anfangen. Was ich aber feststellen konnte, dass der reine Kalkputz, den ich schon vor ca. einem Monat mit Wasser angerührt hatte, sehr fein ist und sich plastisch gut verarbeiten lässt. Jetzt fehl nur noch meine meisterliche Verarbeitungstechnik.

Heute erzählten mir die Nachbarn, dass es gestern Abend, als die Dachlawine runter kam, ziemlich gerumst hatte. Als ich zum Haus kam, sah ich auf der gesamten Länge des Hauses und des Stadels einen Schneehaufen, den ich übersteigen musste, um zum Eingang zu gelangen. Aus diesem Grunde ist geplant, bei der Sanierung des Daches überall Hacken einzubauen, dass der Schnee auf dem Dach bleibt und langsam schmilzt.

Nun scheint der Winter hier schon vorbei zu sein. Seit Montag steigen die Tagestemperaturen bei Sonnenschein auf +10°C und die Aussichten bleiben für die nächste Zeit so.  Das spüre ich auch im Haus, heute konnte ich zum ersten Mal nach Einbruch der Kälteperiode in diesem Winter mit dem Holzherd eine Raumtemperatur von sage und schreibe 18°C erreichen. Vermutlich wird es bald auch möglich sein, Maurerarbeiten auszuführen, da auch in der Nacht die Temperatur nicht auf unter Null absinken. Was auch schon deutlich wird, die Tage werden wieder heller. Um 18Uhr ist es hier bei Sonnenschein noch taghell.

So wird es auch wieder so, dass man draußen länger arbeiten kann, zumal wichtige Arbeiten anstehen: Natursteinmauer (mit Thomas) für ein befahrbares Carport, der Holz Einschlag (Markus), das Treppenhaus mit Firma Bangratz, um nur die wichtigsten Arbeiten zu nennen.

Montag 25. Januar 2016

 

Am Samstag brach ich noch den Rest der Natursteinmauer ab. Zumal ich bei diesen Außentemperaturen am Wochenende unbedingt einmal einheizen muss, damit sich keine Minustemperaturen ins Haus schleichen, daher musste ich sowieso auf die Baustelle. Den Container machte ich randvoll und füllte jede Ecke mit Material aus. Für Montag hatte ich den Abtransport organisiert.

 

Leider war ich bei den letzten Abbrucharbeiten etwas unachtsam und der schwere Schremmhammer fiel so unglücklich hin, dass der Handgriff nur noch am seidenen Faden (Elektrostrippen) hing. So hatte ich mir die erste Arbeit für heute auch schon geschaffen. Nach langem hin und her Überlegen machte ich mich daran, zwei Alu-Bleche zu zimmern, die ich sägte, kantete und verschraubte. Optisch lässt sich natürlich über das Ergebnis streiten, funktional und sehr stabil ist die Lösung (siehe Fotos) allemal.

 

 

Krieg und Terror finde ich Scheiße!!!!!

 

Es gibt kein Problem auf der Welt

 

das nicht ohne Krieg gelöst werden kann!!!!!

 


Beschäftigt mich einfach und die momentanen Weltereignisse belasten mich auch hier in den Bergen sehr. Als Kriegsdienstverweigerer und Pazifist sind für mich die momentanen Spannungen auf der Welt  (Krieg, Terror, Korruption, Armut, Ungerechtigkeit und Chaos) unerträglich und ich werde um den Schlaf gebracht.

Täglich wird mir ins Ohr gebrüllt; mehr Engagement, Verantwortung übernehmen, es  wird von Einsatz gefaselt,  Statt von: Völkerrechtswidrigen Kriegen, Mord, Bomben, Tod, zerfetzte Kinderleiber und Leid für Millionen unserer Schwestern und Brüder.Statt sie die Zerstörung der sozialen, der kulturellen und der religiösen fragilen  Zusammenhänge zu nennen!! Es werden die Grundfesten von Nationen zerstört, wo deren Menschen  vorher friedlich zusammenlebten. Und für was? für wen?

 

Freitags traf ich mich mit dem Förster, für den ich den Gerichtsentscheid auf der Gemeinde hinterlegen muss, um zu beweisen, dass der Verein Auszeithaus Auders der rechtmäßige Besitzer der Liegenschaft Auders 509 ist und somit ein rechtmäßiger Anspruch auf die Holzrechte bestehen. Dies erledigte ich heute Nachmittag und gönnte mir danach einen frühem Feierabend.

 

Freitag 22. Januar 2016

Die Aufgabe für heute war klar: die Wand abbrechen. So machte ich mich gleich lautstark daran. Allerdings hatte ich noch approximativ ein Treffen mit dem Förster vereinbart, daher sollte ich ihn noch anrufen, damit wir einen genauen Termin vereinbaren können. Für Montag forderte ich die Abholung des Containers an. Der Disponent meldete allerdings Bedenken an, ob es wegen des Schnees überhaupt möglich sei? Ich sandte ihm ein Foto von dem schneebefreiten Vorplatz, den freundlicherweise Stefan mit dem Traktor weggeschoben hatte, dann war alles klar für den Disponenten.

Um 16:30 war ich mit dem Förster in Wenns verabredet, je näher der Termin kam, umso deutlicher wurde es, dass ich heute nicht schaffe, die ganze Mauer abzubrechen, wie üblich bei Natursteinmauern, kosteten einige Steine ziemlich Kraft und Zeit, bis sie sich ergaben und in den Container schaffen ließen.

Das Treffen mit dem Förster Armin war sehr anregend und produktiv. Wir sprachen über die Holzrechte und über die Menge. Die auf der Liste stehende Holzmenge ergab in Rundholz 166m³, dem gegenüber stand nun die Menge von 108m³ Holzrechte (besteh. aus 28m³ angespart und 80m³ Vorbezug) es war demzufolge klar, dass wir nicht ohne Zukauf die aufgelistete Holzmenge beziehen können. Wir einigten uns auf die zustehende Menge. Allerdings muss vorher noch ein administrativer Akt durchgeführt werden, wir müssen uns mit einem offiziellen Papier als neue Eigentümer ausweisen. Danach würde Armin die Bäume auszeichnen, es besteht also noch ein Chance, im Winter geschlagenes Holz zu erhalten.

Ein Foto zeigt ein mystisches Licht über Wenns.

Mittwoch 20. Januar 2016

Damit ich den Container noch mit Bauschutt befüllen kann, musste ich erst die Türöffnung auf der Westseite der Werkstatt herstellen. Dadurch konnte ich das in der Schweinebox gelagerte Holz im Vorraum lagern, um es später zu Brennholz zu schneiden. Erst dadurch wurde der Zugang frei, damit ich einen Teil der Mauer für den zukünftigen Heizungsraum morgen abbrechen kann. Vom Spediteur erhielt ich die Information, dass die Maschine morgen früh 8Uhr angeliefert würde. Dies teilte ich Stefan mit, dass er sich danach richten kann. Im Netz suchte ich weiter nach einer geeigneten Hobelmaschine, war aber nicht zu finden. Zumal ich auch den Kauf über Händler vermeiden möchte, da diese durch etwas Schminke mindesten einen Tausender drauf schlagen.

Was mich erst etwas irritierte, dass trotz einer geschlossenen Wolkendecke ständig Flugzeuge und Hubschrauber zu hören waren. Ich dachte, die können doch nicht auf Sicht fliegen, was soll das? Bis ich drauf kam, dass sie die vom Volk so geliebte Finanzelite dieser Welt, die sich in Davos versammelt hatte, hochsicherheitsmäßig schützen müssen. Wird in den nächsten Tagen noch so bleiben, bis wieder Ruhe in die Berge einkehren kann.

Dienstag 19. Januar 2016

Nachdem ich das Schnurlostelefon auch auch bei meiner Vermieterin getestet hatte, machte ich ohne große Zuversicht noch den Test mit dem Einstecken in die Dose und wieder ausziehen. Da plötzlich hörte ich den Freiton auf halber Strecke beim ausziehen, ich ließ den Stecker in dieser Position und siehe da - es funktionierte, ich konnte mich vom Handy anrufen und ich konnte anrufen. Ich entschuldigte mich beim Telefonapparat, dass ich ihn im Geiste schon entsorgt hatte.

Zwischendurch schneite es immer wieder ein wenig, aber nicht so, dass ich den Weg zum Haus wieder räumen musste. Ich versuchte wieder, die zuständige und kompetente Person im Finanzamt zu erreichen, um das mit der Warenumsatzsteuer zu klären. Ich erreichte einen Herrn, der mir zusicherte, den Fall zu klären und mich dann anzurufen. Der Herr von der Spedition, die die Formatsäge anliefern sollten, rief mich an und fragte nach, ob ich die Rechnung erhalten hätte und ob die Überweisung schon getätigt sei? Ich bejahte beide Fragen. Er meinte, dann würde es diese Woche noch klappen mit der Anlieferung. Ich versicherte mich noch beim Nachbarn, ob er die Maschine vom Lastwagen runter nehmen würde und sie in den Stadel stellen würde? Er sicherte mir zu, dass er hier sei und es machen würde.

Wie jeden Tag feuerte ich heute die ganze Zeit durch. Was ich ja so genial dabei finde, dass ich die dabei entstehende Wärme zuerst als Prozesswärme (kochen) nutzen kann und sie danach als Abwärme den Raum aufheizt. Ich machte mich noch daran, den Jahresausblick für die Vereinsmitglieder zu schreiben, was mich immer einige Mühe kostet. Dafür nehme ich mir als Ausgleich für morgen vor, eine Wand einzureißen.

Montag 18. Januar 2016

Nach einem Tag nicht heizen und Werten von -14°C in der Nacht ist die Bude ziemlich ausgekühlt (-2°C). Das Wasser in der WC-Schüssel war mit einer 1cm dicken Eisschicht bedeckt. Das war knapp vor dem kompletten Einfrieren und hätte bedeutet, dass wohl ein Sprung in der Schüssel entstanden wäre. So legte ich schnell eine Lampe unter die Schüssel und dichtete den Raum ab. Von den -2°C schaffte ich es bis abends auf ca. 12°C hoch zu heizen.

Heute nahm ich mir vor, den Transport der Kreissäge zu organisieren. Das hieß, ein preiswertes Angebot einzuholen und zu beauftragen. Dann wollte ich das mit der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer klären. Dies zeigte sich doch schwieriger als gedacht, als ich endlich die Telefonnummer der entsprechenden Amtsstelle hatte, war Mittagszeit und ich erreichte Niemanden. Ich konnte aber den herrlichen Wintertag mit Schnee (knirschend) und strahlender Sonne genießen. Es war ein märchenhafter Tag, geeignet für Reklamefotos. Am Nachmittag, als die Sonne die Süd-Westseite des Hauses etwas aufwärmte, machte ich mich daran, vom Sonnenraum her in die zukünftige Werkstatt eine Türöffnung auszubrechen. Ein Problem, das ich auch noch lösen wollte, ist das schnurlose Telefon zum Funktionieren zu bringen. Ich las das Handbuch rauf und runter (was ich ja so liebe), versuchte dies, versuchte das. Ich bekam einfach keine Verbindung zur Außenwelt. Ich beschloss, es mitzunehmen und bei meiner Vermieterin zu testen, ob es überhaupt funktioniert. Auch das half nichts und ich musste mich damit abfinden, dieses gebraucht gekaufte Ding durch Steigerung des Konsums zu ersetzen.

Heute wollte ich auch noch einen Termin mit dem Förster vereinbaren, den ich aber nicht erreichte. Ja so machte ich Feierabend, ohne auf allen Arbeitsfeldern Erfolge vorweisen zu können.

Die Bilder zeigen m.E. auch das besondere Winterlicht, kommt und schaut es euch an.

Das gibt die vorzügliche Bauküche her!!!!!!!!!!
Das gibt die vorzügliche Bauküche her!!!!!!!!!!

 

Samstag 16. Januar 2016

 

Die letzten Tage: Am Mittwoch Morgen machte ich mit den Öffis nach Oberösterreich - genau nach Rohrbach - auf den Weg, um eine Formatsäge mit Fräse anzuschauen und evtl. zu kaufen. Die Anreise dauerte mit dem notwendigen Umsteigen ca. 6 Stunden, so dass ich in Betracht ziehen musste zu übernachten. Ich kam um 15 Uhr in Rohrbach an und der Verkäufer hatte zugesagt, mich am Busbahnhof ab zu holen. Dann fuhren wir zu ihm, wo die Maschine im Keller stand. Da stand also das Ding vor mir und ich musste die Maschine nun prüfen, ob sie den angebotenen Preis auch wert sei? Ich redete mit Herrn Sigl über ihre Funktionen, ob es mit ihr möglich sei, präzise zu arbeiten, schob den Schlitten vor und zurück, ob er rund läuft oder klemmt. Setzte die Fräse in Betrieb. Diese gab aber ein schleifendes Geräusch ab. Wir stellten fest, dass es der Lüfter am Motor sein muss. Dann baute Herr Sigl den Lüfterschutz aus und wir konnten die Deformation erkennen und ausbeulen. Danach lief die Fräse ohne Schleifgeräusche.

 

Die Neigung der Fräsenachse und des Sägeblattes liefen beide etwas harzig. Als ich so meine Fragen stellte, bekam ich schon den Eindruck, dass der Verkäufer ehrlich antwortet. Er hatte an der Maschine einiges verändert, auf seine Arbeitsweise angepasst, was er mir versuchte positiv zu verkaufen.

 

Ich kam gedanklich so langsam auf den Punkt, dass die Maschine sich im oberen Preissegment befindet, von dem was ich mir vorgenommen hatte auszugeben. Bei der Prüfung ist mir auch klar geworden, dass es eine italienische Maschine ist (nicht gleich stabil wie die bekannten Tischlermaschinen, die aber auch teurer gehandelt werden). Dann sprachen wir noch über den Transport. Herr Sigle gab mir die Adresse einer Spedition. Nun war alles klar und ich überreichte ihm die abgemachten 4000€. Danach fuhr er mich wieder nach Rohrbach, wo ich im Langasthof Dorfner Logiere bezog. Als ich dann die drei Sterne sah, dachte ich, das kann ja teuer werden, aber es gab keine Alternative.

 

Morgens um 8:30 Uhr fuhr ich um 43,50€  erleichtert mit dem Bus nach Linz. Somit fuhr ich etwa 1 ½ Stunden früher los als geplant, was bedeutete, dass ich 2 Std. früher in Imst ankam. Diese Zeit nutzte ich noch, um Einkäufe für den Bau und meinen Magen zu tätigen. Ich kaufte Einiges für die Elektroinstallation ein, um  einige Steckdosen im Hauptraum installieren zu können, so dass es möglich wird, dass ich den Baustromverteiler für die neue Maschine nutzen kann. Die neuen Steckdosen stehen dann dem Licht, dem Internet, dem Telefon und den Handmaschinen zur Verfügung.

 

Als ich Freitag Morgen ins Haus kam, war die Temperatur im Hauptraum auf -2°C gefallen und ich war besorgt, dass das Wasser in der Toilette eingefroren sei. Zum Glück konnte ich feststellen, dass dem nicht so war. Ich machte sofort Feuer und heizte durch bis 18 Uhr. So erreicht die Raumtemperatur bis Abends von ca. 16°C, mir war klar, dass ich bei diesen Außentemperaturen von -9°C in der Nacht auch Samstags heizen muss. Wie ihr oben und unten sehen könnt, funktioniert die Kamera wieder und ich kann meine Berichte wieder mit Bildern anreichern.

 

Heute ging ich mit dem Auftrag auf die Baustelle zu heizen und dabei mindestens einen Raumtemperatur von 15°C zu erreichen. Dies schaffte ich dann bis etwa 14 Uhr. Danach machte ich mich aus dem Staub und genoss das Wochenende.

 

Dienstag 12. Januar 2016

Nach der üblichen Aufheizphase machte ich mich an die zwei Flügel der Trennwand zwischen Hauptraum und Leseraum. Dazu verwendete ich handgehackte (alte Methode, um aus Baumstämmen Balken zu fertigen) alte Balken vom Haus, die für einen anderen Verwendungszweck zu kurz sind. Ich baute sie (Fotos werden folgen) zwischen den Stützen waagrecht übereinander ein, wie bei der Blockbauweise. Die Einpassarbeit ist aufwendig, da die Stützen ebenfalls mit eine Axt gehackt wurden und daher über die üblichen Unregelmäßigkeiten verfügen. Dazu musste ich auch möglichst verdeckt ein Rohr für die Elektrik einziehen.

Für Morgen plane ich eine Reise nach Oberösterreich, um die Formatsäge mit Fräse zu kaufen. Dazu brauche ich das notwendige Geld und die Fahrkarten, die schon ich organisiert hatte. Ebenso eine Übernachtung, da ich am gleichen Tag aus zeitlichen Gründen nicht zurück fahren kann. Zwischendurch rief der Verkäufer der Maschine an und meinte, er würde heute die Maschine einem weiteren Interessenten zeigen und verkaufen. Ich mahnte mein Interesse an und meinte, ich hätte nun schon alles Notwendige organisiert. Dann einigten wir uns, dass er die Maschine heute nicht verkaufen würde. Erst wenn ich sie morgen für 3900€ nicht nehmen würde, käme der Nachfolge-Interessent zum Zuge. Das sollte allerdings nicht das letzte Telefonat gewesen sein, das ich mit dem Verkäufer heute führte. Einzelheiten erspare ich euch, meine lieben Leser. Entweder ich werde sie morgen Abend gekauft haben oder eben nicht.

Von dem NIKON Service habe ich die Mitteilung erhalten (gestern Abend per Mail Auftrag erteilt) das die Kamera repariert sei und an mich per Nachnahme geschickt werde. Mir scheint hier der klassische Fall vorzuliegen, da auch kein Ersatzteil verrechnet wurde: Aufschrauben 0€ gewusst wie 100€. Jedenfalls bestehen nun gute Aussichten, dass ich hier bald wieder mit Bildern aufwarten kann. Übrigens mein alter Daumennagel ist weg und das vom neuen Nagel noch nicht geschützte Nagelbett ist natürlich noch sehr empfindlich. Jedenfalls muss ich keine Angst mehr haben, den alten Nagel unter enormen Schmerzen plötzlich abzureißen.

Montag 11. Januar 2016

Auch heute beschäftigte mich die Decke, wo ich noch div. Unebenheiten und raue Stellen mit Kalk abglättete. Daneben telefonierte und verhandelte ich mit Verkäufern von Abricht- Dickenhobelmaschinen und Formatkreissägen. Dabei muss ich mir im Klaren sein, was brauche ich und in welchem Standard (Profi). Dann erzählt mir ein Verkäufer, dass die Maschine mehrere Jahre gestanden sei und er sie jetzt aber geschmiert hätte. Da klingelt es in meinen Ohren, hätte er sie nicht geschmiert, bestünde die Chance, defekte Lager akustisch wahr zu nehmen. Es stellte sich im Laufe des Gesprächs heraus, dass er Händler ist. Etwa zwei Stunden später erhielt ich von ihm eine Mail, in der er mir mitteilte, dass die Maschine verkauft sei. Das ist mir sehr recht, zumal ich kein Interesse mehr an der Maschine hatte.

Auch mit dem Verkäufer der Formatkreissäge mit Fräse verhandelte ich telefonisch. Ich erzählte ihm, welche Verhandlungsposition ich vertrete, ebenso sagte ich ihm ehrlich, dass mir eine vergleichbare Maschine der Firma Felder durch die Lappen ging, die für den gleichen Preis verkauft wurde, die aber immer über einen höheren Wiederverkaufswert verfügen würde (Innerlich rang ich um eine gegenseitige faire Position). Ich sagte ihm, dass ich ungern die Reise machen würde um die Maschine anzuschauen, da es mich zwei Tage, Fahrkosten und eine Übernachtung kosten würde. Aus seinen Worten hörte ich aber heraus, dass er eher darauf bestand. So willigte ich ein und fragte ihn noch, ob er mir angesichts meiner Position 200€ entgegen kommen würde? Anscheinend schweren Herzens sagte er Ja.

Wenn ich mir die Sache so durch den Kopf gehen lasse, merke ich, dass die Preislage der Maschine sich schon im oberen Bereich meiner Kalkulation befindet. Auf der anderen Seite denke ich, dass ich für die Arbeiten, die ich plane, eine robuste, leicht zu bedienende und genaue Maschine benötige. Ebenso verspüre ich keine Lust, mit einer veralteten schwerfälligen Maschine arbeiten zu müssen.

Wie schon gesagt kann ich zur Zeit keine Bilder machen, da die Kamera sich in der Werkstatt zur Reparatur befindet. Heute erhielt ich das Reparaturangebot von NIKON. Wie ich es befürchtet hatte, sind die Reparaturkosten am oberen Ende (97,50€), wo ich noch zähneknirschend ja sage (günstigster Neupreis 259€).

Heute war ein dunkler Regen- und Schneetag. Bis zum Abend erreichte der Raum eine Temperatur um die 17°C herum, schon etwas zu warm zum arbeiten.

Freitag 8. Januar 2016

Heute Morgen hätte ich ein herrliches Foto machen können, wie in den Tälern bis ca. 1000 Meter über Meer der dicke  Nebel hing und wie Auders darüber in der Sonne erstrahlt. Zuerst mal ein Feuerchen im Ofen entfachen wie jeden Morgen. Für heute war der Techniker von der Telekom angekündigt. So etwa um 9:30 Uhr klingelte mal wieder mein Handy und der Telekom Mann war dran, er meinte, dass er bald hier sein werde. Das Anschließen im Haus und im Übergabekasten an der Straße klappte einwandfrei und zügig. Dann konnte ich den äußerst komplizierten etwa 24-stelligen Code für den Netzzugang eingeben. Ich fragte nach, wieso der Code so lange und kompliziert sei? Der Techniker meinte, zu ihrer Sicherheit. Als ich sagte, vor 3 Jahren hätte ich ihm das noch geglaubt, aber nicht im Zeitalter von NSA, da musste er selber lachen. Schon die EKP Kids damals in Arzbach konnten den Zugangscode durch einen einfachen Reset knacken. Jedenfalls war ich froh, dass nun alles geklappt hat und das Auszeithaus am Netz ist. Nun muss ich nur noch den Telefonapparat einstecken und ich bin während den Geschäftszeiten über Festnetz zu erreichen.

Das Arbeiten mit dem Kalk an der Decke muss ich erst noch lernen. Immer wieder muss ich die Fläche, die ich verputzt habe, benetzen und mit ziemlich Druck glätten, sonst entstehen Schwundrisse. Der Kalk bindet nur langsam und nur einen kleinen Teil vom Wasser ab, das man für seien Verarbeitung benötigt, daher entstehen beim Trocknen die Risse, weil sich das Wasser einfach auf und davon macht. Aber so langsam lerne ich, wie dieser eigenwillige Kerl behandelt werden will, damit eine kinderpopoglatte Oberfläche entsteht.

Nebenbei bin ich nun intensiv dabei, eine Formatkreissäge zu kaufen, das zeigt sich als aufwendig und kompliziert und ist mit aufwendigen Recherchen verbunden. Ist die Maschine besser, die 1000-1500€ teurer ist, wie viel kostet der Transport und wie kann er organisiert werden? Welche Ausstattung und welche Ausführung benötige ich für die anstehenden Arbeiten? Ist der Verkäufer vertrauenswürdig? In welchem Zustand ist die Maschine, ist sie abgenutzt? Dann gibt es da noch die Maschinenhändler, die eine gebrauchte Maschine so teuer machen, um einem dann zu einem Superpreis eine neue Maschine aufzudrängen. Das gehört eben auch zu unserer Umsatz-macht-wirtschaft, auf Teufel komm raus.

Entschuldigung, irgend etwas hat in den letzten Tagen mit dem Abspeichern der Texte nicht geklappt.

 

 

Donnerstag 7. Januar 2016

Als heute in den Hauptraum kam, konnte ich mit meinem Infrarotmessgerät eine Raumtemperatur von 1!C messen. Das hieß schnell und heftige einheizen. Nach einer Weile bemerkte ich, dass der Küchenofen nicht richtig zog. Ich beschloss, das Feuer ausgehen zu lassen und dem mangelnden Zug auf Schliche zu kommen. Ich konnte dann feststellen, dass die Züge im Küchenherd ziemlich zugerußt waren. Ich befreite sie von dem vielen Ruß und siehe da, das Feuer prasselte wieder munter los.

Auf der anderen Seite zeigte sich mein Experiment mit dem Kalkputz als ein Rissorgie. Also musste ich sofort handeln. Da Kalk sehr langsam abbindet und das Wasser aber relativ schnell verdunstete, bildeten sich überall Trocknungsrisse. Ich besprühte die Flächen mit Wasser und verdichtete den Putz durch kräftiges Abreiben. Diese Arbeit nahm einige Stunden in Anspruch und nun hoffe ich, dass es mir gelungen ist, die Risse zu beseitigen (wird sich in den nächsten Tagen zeigen).

Zur Zeit bin ich auch dabei, Tischlermaschinen (Tischkreissäge/ Hobelmaschine) zu kaufen. Mein Problem dabei ist immer der Transport nach Wenns. Schon einige gute Maschinen gingen mir virtuell durch die Latten. Aber ich bleibe dran.

Draußen fiel ziemlich viel Schnee und es wurde dunkel, so dass ich am Nachmittag mit Licht arbeiten musste. Trotz des vielen Schnees schwang ich mich auf das Fahrrad und schlitterte in Richtung nach Hause. Morgen sollte die Telekom den Telefon-/ Internetanschluss fertigstellen, ich hoffe die Terminabsprache klappt bei der Telekom auch über den Jahreswechsel.

Dienstag 5. Januar 2016

Für heute hatte ich mir zwei Versuche vorgenommen. Zuerst wollte ich mit Naturkalk und feinem Quarzsand für die Ausbesserungsarbeiten an der Decke im Gemeinschaftsraum einen Kalkfeinputz mischen und eine versuch machen. Aus dem versuch wurde gleich die Ausbesserung der ganzen Decke. Nach einer Einarbeitungsphase mit dem Material gelang es mir, ein ganz passables Ergebnis zu erzielen. Allerdings sind die Übergänge noch deutlich zu erkennen. Ich überlege mir nun, ob wir mit der Flickarbeit, die es nun mal ist zu leben und es als Teil der Geschichte des Hauses zu sehen?

Wieder musste ich kräftig einheizen um einigermaßen eine Raumtemperatur zu erreichen. Dann zerklopfte ich den die beiden Lehmkugeln die ich mit Muggler Franz aus dem Wald in der Nähe von Piller geholt hatte. Gab noch Maurersand und Wasser dazu und vermengte den Lehmputz, so dass ich ihn als Test an die schmieren konnte. So nach dem ersten Eindruck, müsste es mit einer solchen Lehmmischung möglich sein, die Wände zu verputzen. Das wäre neben dem Holz der zweite natürliche Baustoff, den ich aus dem Tal verwenden könnte. Umweltschonend und energiearm gewonnen und auch in der Nachhaltigkeit kaum zu überbieten.

Montag 4. Januar 2016

 

Zuerst all meinen Lesern:

Ein Gutes und segensreiches neues Jahr wünsche ich Euch.

 

Der erste Arbeitstag für mich in diesem Jahr. Ich war gespannt darauf messen zu können, wie tief die Temperatur im Raum ist, den ich isoliert hatte. Die Außentemperatur lag in der Nacht um -4°C und in den letzten Tagen um die 0°C herum. Mit dem berührungslosen Infrarotmessgerät die Oberflächentemp. maß ich die Wand- Decken- und Fußboden Oberflächen. Die zeigten alle eine Temperatur um die 6°C an. Ich machte mich also schnell daran, das Feuer im Ofen zu entfachen. Mich interessierte auch, welche Temperaturen im Keller herrschen, ich konnte dann feststellen, dass sie in allen Kellerräumen auch um die 6°C betrugen. Die anderen und die offenen Räume waren nahe an den -4°C der Außentemperatur. Mit dem Messgerät kann ich auch 1/10° Unterschied feststellen. So machte ich mich daran, an verschieden Stellen die Oberflächentemperatur zu messen. Ich konnte an den Laibungen und an den Ecken des Hauses bis 3°C feststellen. Ebenso da, wo ich besser isoliert hatte, zeigte sich auch ein Unterschied von 2°C. je wärmer der Raum wurde, umso signifikanter zeigten sich die Temperaturunterschiede. Am späten Nachmittag hatte sich die Raumtemperatur auf 12°C erhöht, die Oberflächentemperaturen nur auf 8-10°C.

Heute nahm ich mir vor, die Fermacellplatten an der Küchendecke zu verspachteln und glatt zu machen. Draußen schneite es zwischendurch so heftig, dass es dunkel wurde und ich Licht machen musste, um noch was zu sehen. Ganz ungewohnt nach dieser langen Sonnenscheinphase.

Für die nächsten Tage habe ich mir noch vorgenommen, für die Vereinsmitglieder noch einen kleinen Rückblick und Ausblick zu schreiben. Allerdings finde ich immer wieder Gründe, andere Dinge statt dessen zu tun. Aber da bleibe ich hart mit mir, was „mutt das mutt“.

Noch eine Info: Bis die Kamera repariert ist, werde ich den Berichten keine Bilder anfügen können.