Blick ins Grotto

Gestern arbeiteten der Praktikant von Peter, Peter und ich an der Rigipsverkleidung im Bad weiter. Dabei kam uns die Idee, eine kleine Nische zu bauen, um später div. Dinge hinein zu stellen. Die schräge Verkleidung einigermaßen sauber hinzukriegen war etwas zeitaufwendig. Auch waren uns die blöden Elektrorohre im Weg. Abends waren die Arbeiten soweit gediehen, wie wir gehofft hatten. Von Peter aus sah ich den großen Haufen mit Borkenabschnitten, der beim Zusägen der Lärchenbalken übrig geblieben ist und den ich morgen zu Brennholz sägen und aufzustapeln mir vorgenommen habe.

Heute schichtete ich die Lärchenschalhölzer zum Trocknen unter dem Vordach auf. Mit dem Sägemeister Muggler Franz besprach ich noch die nächste Lieferung. Diese Art der Bauholzbeschaffung ist vom Organisatorischen und der eigenen Arbeitsleistung natürlich aufwendiger, aber eindeutig eine schöne Herausforderung mit sinnigen Abläufen und Resultaten.

Die Nachbauern nutzen das warme und sonnige Wetter und mähen wie die Weltmeister, um möglichst viel Heu ins Trockene zu bringen. Nebenan läuft die Heubelüftung, dadurch kann der Nachbauer das Heu mit höherer Restfeuchte einbringen. Auch im Auszeithaus trocknet im Stadel das geschichtete Holz, dass ich dabei schon zusehen kann. Ich hoffe, dass diese Woche noch weiteres Holz von Markus angeliefert wird. Schön wäre, wenn er mit dem Kranwagen kommen würde und die Ladung gleich auf den Dachboden schieben würde. Schaumer mal, passt!

Beim befahrbaren Carport überlege ich mir die verschieden Anschlüsse, die Wassserableitung und die Konstruktion für das Geländer. Dabei habe ich die ultimative und technisch beste Lösung noch nicht gefunden. Aber diese Suppe habe ich mir selbst eingebrockt und muss sie daher auch selbst auslöffeln. Passt noch nicht!

 

0 Kommentare

Bühne frei für........

Für Samstags kündigte sich Markus mit einer Ladung Lärchenholz an. Ich ging so gegen Mittags zum Haus, um Markus mit dem Hänger mit Holz einzuweisen, um eine rationelle Entladung für mich zu erreichen. Als er kam, sprach ich gerade mit Bernhard dem Nachbarn, und als Markus den Hänger mit Holz positioniert hatte, fragte ich ihn, ob er den Hänger Montags wieder holen würde? Aber dann kam es ganz anders, ehe ich mich versah, schmissen wir die Lärchenhölzer vom Hänger und legten sie gleich auf die vorbereiteten Träger. Ruck zuck war der Hänger mit Markus und Bernhard (siehe Fotos) entladen und die Lärchenbohlen lagen auf den Trägern und die Bühne zeigte sich zum ersten Mal in ihrer Schönheit und Größe.

Markus konnte also den Hänger gleich wieder anhängen und mitnehmen. Ich war erfreut und voll begeistert von der Blitzaktion Holz abladen und stellte mir vor, wie mühsam ich sie alleine entladen hätte müssen.

Was mich noch klammheimlich freut, dass zwar bei dieser Art (regionale und persönliche Ressourcen) die Dinge ihre Zeit brauchen, dass sich aber Alles doch fügt und so Hand in Hand Bauwerke wie das Auszeithaus rechtzeitig entstehen.

Mann Frau beachte bitte die vorbildliche Baustellenbeschilderung.

2 Kommentare

Konstruktion mit Krücke

3 Kommentare

Von Stützen die stützen und Trägern die tragen

Nachdem ich gestern div. Aufräum- und Nacharbeiten, die durch die Holzlieferung und deren Lagerung anfielen, erledigt hatte, konnte ich mich heute an die befahrbare Garage wagen. Zuerst grundierte ich die Träger und Rundstützen, dabei ließ ich die Stellen, die später geschweißt werden müssen, frei. Da die Träger ca. 130 und 180 Kg schwer sind, richtete ich mir die Arbeit auf bequeme Höhe ein. Auch schaute ich, dass ich sie nicht weit bewegen musste und wenn notwendig, möglichst auf ein tieferes Niveau.

Um den ersten Träger an Ort und Stelle zu bewegen, achtete ich darauf, ihn fast ins Gleichgewicht zu legen und dann zu bewegen. Ebenso schaute ich, dass ich nur den halben Träger anheben oder absenken musste, da er immer auf der einen Seite auflag. Die Bilder zeigen, wie ich ihn Stück um Stück in Richtung seiner endgültigen Lage für die nächsten Jahre brachte. Dann hob ich das Fundament händisch aus. Danach brachte ich den Beton ein, versah es mit dem Erstellungsjahr und baute das Hilfsgerüst ab und nun steht die Konstruktion für das/die befahrbare Carport/Garage wie nä Eins.

2 Kommentare

Erste Holzlieferung und Lagerung

0 Kommentare

Arbeit tauschen und was dabei entsteht

Nachdem wir letzten Samstag (Nachbarn und ich) den Fußboden in einem ehemaligen Stallbereich für das zukünftige Bad der Oma betoniert hatten, standen nun die Erstellung der neuen Wände und Decken an. Wir mussten die schiefen und gebogenen Natursteinwände so begradigen, dass Fliesen angebracht werden können. Zwei Wände mussten zusätzlich noch gedämmt werden, so mussten wir jede Wand anders konstruieren. Die Wände wirklich plan hinzukriegen war gar nicht so einfach und erforderte Wissen und Erfahrung. Am Samstag waren denn Peter und ich zufrieden mit dem Ergebnis und wir verabredeten uns auf Montag.

Heute, am Montag, galt es nun, die Unterkonstruktion (Wände und Decken) mit Rigips zu beplanken. Wir mussten einige Verstärkungen einbauen, damit später auch Dinge an den Gipswänden befestigt werden können. Nebenbei versetzten wir noch das WC-Abflußrohr. Peter als Elektriker zog auch noch die notwendigen Strippen. Gegen 17 Uhr kamen Dagmar und ihr Bruder Peter an. Wir waren gerade dabei, die ehemalige Tür zum Stall zu zu mauern, so konnte ich sie leider erst nach getaner Arbeit richtig begrüßen.

Heute kam auch noch die erste Lieferung Holz vom Sägewerk Muggler (Hausname) Franz an. Die Firma Canal lieferte die bestellten Stahlträger (IPE) und Rundstützen für das befahrbare Carport. Nun heißt es möglichst kraft- und platzsparend die Baustoffe zu lagern.

Als wir nach einem leckeren Abendessen zur Pension fuhren, merkte ich schon eine gewisse Bettschwere, so dass ich mich gleich ins Bett warf, um Morgen wieder mit neuen Kräften das Holz (ca. 13m³) zu sortieren und zu verräumen.

0 Kommentare

Gschichten mit den Schichten

Im Zuge der Oberflächenverfeinerung an den Wänden entdecke ich wieder die verschieden Schichten, Baustoffe, Farben und Tapeten. Ich glaube seit etwa 120 Jahren haben etwa drei bis vier Epochen ihre Spuren hinterlassen. Bis hin zu den schönen Tapeten und dem praktischen Glätteputz der 70 Jahre. Für mich stellt sich nun die heikle Frage, was ist es wert von der Geschichte des Hauses zu zeigen, aufzunehmen und zu bewahren? Dann was lässt sich mit den neuen alten Materialien wie selbst gemixter Kalkputz noch verwenden? Wo will und kann ich den Lehmputz sinnvoll und konstruktiv praktikabel einsetzen? Gehören immer wieder entstehende Risse zur Geschichte der Mann sich fügen muss? Fragen über Fragen, deren praktischen Antworten du lieber Leser nur bei einem Besuch sehen kannst.

Einige Stellen werde ich vermutlich als Kunstwerke an der Wand partiell zeigen. Andere Flächen werde ich Bauüblich überklagsen und später übermalen. Was ich suche aber auf dem Markt nicht mehr zu kaufen ist sind Gazebänder aus Baumwolle, nur noch das übliche Kunststoffgewebe. Lange wurden solche Gazebänder noch von den Chirurgen beim Gipsbein verwendet.

1 Kommentare

Wände Wände und Blumenwiesen

Donnerstag 9. Juni 2016 Wände Wände und Blumenwiesen

Im OG bin ich nun dabei die Wände zu bearbeiten und Feinflächen zu künsteln. Es zeigt sich, dass jede Wand ein Unikat wird, da ich sie zum Teil neu erstellt habe oder noch werde, bei anderen musste ich eine Türöffnung schließen oder ausbrechen. Was ich gar nicht mag wenn ich soviel verschieden Baustoffe verarbeiten muss (Kalkgrundputz, Thermoputz, Spachtelmasse, Gips im Bestand, selbst gemischter Kalk-Sägemehlputz usw.). Am Kaminblock machte ich Versuche mit gekauftem Haftputz. Der aber für mich sehr schwer zu verarbeiten ist, da er bei stark saugenden Untergründen sehr schnell kaum mehr verarbeitet sprich geglättet werden kann. So mühte ich mich zuerst ab, erst als ich den Untergrund sehr stark wässerte und danach einen sogenannten Anspritzputz anwarf kam die

Verarbeitungsfähigkeit vom Material un d mir näher zusammen.

Durch die verschiedenen Putzarbeiten werden unterschiedliche Materialen verdeckt und es entsteht ein ganz neuer Eindruck von den Räumen und den Strukturen. So musste ich natürlich sofort ein Föteli von der Wand mit der Balkenkonstruktion machen. Draußen genieße ich trotz regnerischen Wetters die herrlichen Bergblumenwiesen.

0 Kommentare

Gemeindeleben und Wandel

Heute wurde mir zugetragen dass ich durch meine Unterschrift unter ein Protestschreiben der Bauernschaft, in der Gemeinde ziemlichen Unmut und Unverständnis ausgelöst habe.

Mit der Unterschrift wollte ich meine Solidarität gegenüber den Ängsten (Existenzängste), Nöten und den Sorgen der Bauernschaft zum Ausdruck bringen. Beim schnellen durchlesen des Protestschreibens war mir klar, dass das Schreiben keine juristische Relevanz hat, aber Missfallen, Unverständnis und die Besorgnis zum Ausdruck bringt, über den Verkauf von Gemeindeland. An Hand der mir nun zugetragenen Reaktionen wurde mir bewusst, dass es sich um Kämpfe und Auseinandersetzungen handelt, deren Ursachen in der Vergangenheit liegen (Agrargemeinschaft, Familienfehden usw.). Auf beiden Seiten wurden bei den Auseinandersetzungen Verletzungen erlitten, Geschirr zerschlagen und auch existenzielle Interessen übersehen. Der Pulverdampf und Staub vom Kampf schwebt noch in der Luft und die Situation ist unübersichtlich. In dieser Situation versuche ich beide Seiten zu verstehen und mir ein Bild von der Lage zu machen, ehe ich mir eine unabhängige Meinung bilden kann. Ohne mich dabei auf die eine oder andere Seite schlagen zu müssen.

 

 

 

Der Wandel

Wir Alle spüren auf die eine oder andere Weise, dass wir an einem großen Wandel beteiligt sind. Alt ehrwürdige Institutionen zerbröckeln vor unseren Augen, Traditionen werden überholt, gesellschaftliche Strukturen lösen sich auf und tradierte Werte verschwinden.

Auf der anderen Seite erleben wir, dass für alte Probleme neue Lösungen gefunden werden müssen. Wir können klar sehen, dass Kooperation uns weiter bringt als die alten Denkmuster von Konkurrenz und Neid. Wir können heute erleben (Open Source) wie das Teilen von Talenten, Fähigkeiten und Gütern neuer grenzen überschreitender Reichtum erzeugt. Wir brauchen einen neuen gesellschaftlichen Konsens, in dem Traditionen ebenso ihren Platz finden wie die Vision über unsere gemeinsame Zukunft. Wir die wir jetzt leben, dürfen diesen lebendigen Wandel mitgestalten, den Wandel in eine für alle Menschen bessere Zukunft. Dazu ist es notwendig alte Gräben zu zuschütten, alte Wunden nicht ständig zu lecken und sich ehrlich bemühen den Anderen, seine Handlungen und seine Reaktionen zu Verstehen.

Sätze wie: Der Ändert sich nie. Das ist keine gute Familie. Der war schon immer ein sturer Kopf. Gehören aus unseren Köpfen verbannt. Unterstellungen und Interpretationen der Handlungen von Mitmenschen sind immer ungenauer als das die direkte Antwort des Betroffenen auf eine Frage wie z.B.: Stimmt das was ich gehört habe? Wie hast du das gemeint? Warum hast du mich so verletzt? Wenn nicht auf der Gemeindeebene, wo dann soll Demokratie und harmonische Gemeinschaft stattfinden? Gemeinde und Gemeinschaft sind in der deutschen Sprache sinnverwandte Begriffe, die wir mit Leben füllen sollten, weil sie unser Leben erfüllen und zur Erfüllung bringen.

 

 

Was liegt mir am Herzen?

Mir liegt am Herzen, dass die leben können, die meine Lebensmittel herstellen, damit ich wiederum leben kann. Wenn sie es so tun, dass auch nachfolgende Generationen gut auf dieser Welt leben können, dann bin nicht nur ich ihnen dankbar sondern alle zukünftigen Generationen. Daher will ich dass sie von ihrer Arbeit leben können (z.B. min. 40Cent/Liter).

Mir liegt am Herzen, dass Tradition und Wandel keine Widersprüche sind und beide unser Leben bereichern (Wohl der Gemeinde die von Menschen mit einer klaren Vision geleitet werden, die sich auch ihrer Tradition bewusst sind).

Mir liegt am Herzen, dass juristische Spielregeln dem Leben dienen und nicht umgekehrt.

Mir liegt am Herzen, dass Transparenz und Redlichkeit demokratischen Prozessen zu Grunde liegen.

Mir liegt am Herzen, dass wir mehr miteinander als übereinander reden.

Mir liegt am Herzen, dass die Wirtschaft dem Wohl aller Menschen dient.

Mir liegt am Herzen, dass individuelle Kreativität und Arbeit die Gemeinschaft bereichert.

Mir liegt am Herzen, dass wir an unseren Fehlern und unseren Problem wachsen und neue Lösungen schaffen.

Mir liegt am Herzen, dass wir zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt und ein harmonisches Gemeinwesen hinterlassen, das sie dankbar sein lässt.

0 Kommentare