Herbstsonne und mehr.

Mit herrlichen warmen Herbsttagen geht der Oktober seinem Ende entgegen. Ich sitze an der Sonnenseite und schreib diese Zeilen, dabei ist es mir physikalisch sehr warm ums Herz. Diese Woche feierte Österreich seinen Nationalfeiertag, allerdings ohne einen gewählten Bundespräsidenten, da die letzten Wahlen gelinde gesagt Unregelmäßigkeiten aufwiesen und sich das oberste Gericht genötigt sah, um eine Wiederholung der Wahl zu bitten.

Ich beschäftigte mich damit, eine neu erstandene Handhobelmaschine so umzubauen, dass ich mit ihr neue Balken so bearbeiten kann (rustikal), dass ich die Balken zwischen die alten Balken legen kann, ohne dass sie ins Auge stechen. Diese Lösung ergibt sich daraus, dass die bestehenden Balkenabstände zwischen dem Raum der Stille und der zukünftigen Dachferienwohnung zu groß sind, um die notwendige Schalldämmung zu erreichen.

Auch innen sind bei den neuen Dachgauben verschiedene Details zu lösen, die eben aufwendig herzustellen sind. Täglich heize ich nun der Küchenhexe ein, die in der Baukantine eine wohlige Wärme erzeugt.

Auch dieses Jahr blüht ein Schlüsselblümchen wie schon letztes Jahr zu dieser Jahreszeit und kündigt den Frühling (?) an.

Wieder einmal bin ich an einer Hobelmaschine dran, die ich gerne erwerben möchte und die für einen anständigen Preis zu haben wäre. Auch die Entfernung zu ihrem jetzigen Standort wäre optimal. Leider ist sie schon reserviert bis Montag. Schaumer mal.

0 Kommentare

Über 4000 Dachpfannen recycelt

 

Das war eine Arbeit!! 4000mal Dachpfanne stapeln, zirka die Hälfte direkt auf der Nordseite verteilen, zirka 2000 auf dem Dachboden stapeln und danach mit Spachtel, Drahtbürste und Stemmeisen von Moos, Flechten und Algen befreien. Danach wieder stapeln und zur gegebenen Zeit auf dem Dach (Südseite) als 5er Paket verteilen. Davon die Hälfte (1000Stk.) der Dachpfannen mussten wir nach den verschiedenen Breiten (18/18,5/19 cm) sortieren und bündeln. Dann wurden sie von Michael und Edgar verlegt und einzeln zusammengestellt und von mir zugeschnitten. Um es positiv auszudrücken sind die alten Dachpfannen sehr lebendig, manchmal lag eine erst nach dem dritten Versuch einigermaßen passabel an ihrer Stelle. Es zeigte sich, dass wir das Geld nicht aus dem Tal zu einem Konzern gelenkt hatten, sondern dass das Geld beim örtlichen Handwerk landete (Arbeitsstunden). Durch die Verwendung der angeschlagenen Dachpfannen auf der nächst niederen Verwendungsebene als Schalldämmelement konnten konkret die Entsorgungstonnen reduziert werden. Im Sinne des sparsamen Umgangs mit Ressourcen und der Förderung der regionalen Wirtschaft kann sich die Aktion "Wiederverwendung der alten Dachpfannen" als Vorzeigeprojekt sehen lassen.

Nach kurzem Ruhen geht es nächste Woche dann mit Michael an die Wände des Anbaus. Wie auf den Fotos erkennbar haben wir die Dachpfannen in diesem Bereich noch nicht Verlegt, falls wir noch einmal diesen Teil des Dachs anheben müssten. Geplant ist, dass wir die Außenwände soweit fertig stellen, dass ich sie nur noch mit Isocell verfüllen muss und danach die Lärchenaußenverschalung anbringen muss. Das Holz dafür wird im Sägewerk (Muggler Franz) zur Zeit zurecht geschnitten. Des Weiteren stehen nun mannigfache Innenarbeiten während der Wintermonate an. Ein Teil meiner Arbeit ist zum Beispiel, das Feuer im Küchenherd am Laufen zu halten, um die Baukantine warm zu halten. Beim Verbauen des Bauholzes ist über den Sommer reichlich Feuerholz angefallen, das ich jetzt nur noch reinschmeißen muss.

0 Kommentare

Einzel eingepasst, Pasta!

1 Kommentare

Und ob es mir gut geht

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich an der warmen Sonne und ziehe mit tiefen Atemzügen und dabei ganz Ohr die friedliche Sonntagsstimmung genießerisch in mich hinein.

Auf der Baustelle geht es nun in etwas langsameren Schritten vorwärts. Ich war dabei, den schallabsorbierenden Blindboden in der zukünftigen Vereinswohnung zu bauen und zusammenzuzimmern. Dabei verräumte und beseitigte ich einigen Unrat, aber auch historische Gegenstände: Das Ganze vermittelt nun gleich einen aufgeräumten Eindruck.

Als sich in letzter Zeit die nicht in der Höhe geplanten Baunebenkosten auftürmten, schaute ich einige Zeit etwas bange in die Liquiditätszukunft des Auszeithauses, aber dann flogen die 10‘000er nur so auf das Konto des Vereins Auszeithaus-Auders. So stecken nun schon mehr als 220‘00€ im Projekt Auszeithaus durch Vereinsmtglieder, die dadurch das Projekt mit vollen Kräften unterstützen. Für mich als Projektleiter und Ausführer ist das natürlich sehr sehr erfreulich und lässt den Verein und mich zuversichtlich in die Zukunft schauen. Mehr noch: es gibt die Gewissheit, dass die Idee Auszeithaus den Zeitgeist trifft und einem evidenten Bedürfnis von vielen Menschen entspricht. Das gibt Mut und Kraft.

0 Kommentare

Blindboden mit im Hause entwickeltem Schallabsorbtionselement

0 Kommentare

Wie auf Alt gemacht

0 Kommentare

Stetig ohne große Sprünge. Arbeiten an den Dachgauben.

Am Dienstag waren Michael und Edgar hier und wir arbeiteten am Dach weiter. So konnten wir den Dachdurchbruch des Schornsteins dicht machen und mit den neuen Dachpfannen die Gauben decken.

Auf dem Dachboden über dem Hausteil machte ich mich daran, einen Zwischenboden zu verlegen, was sich aber wegen der durchhängenden Träm als sehr arbeitsaufwändig erweist. So muss ich die Schalbretter über und dann zwischen die Träm nivellieren. Damit aber zwischen dem klassischen Blindboden und dem neuen Zwischenboden kein Hohlraum entsteht, machte ich mir lange Gedanken, wie ich eine machbare Schalldämmung erreichen kann? Ich dachte an ein Sägemahl-Sand-Kalkgemisch, mit Hilfe dessen eine Verbesserung der Schalldämmung zu erreichen wäre (aber aufwendig). Dann, nach langem Forschen, Entwickeln und der Befragung der Physik, gelang mir der Durchbruch.. Dabei kann ich die alten und zerbrochenen Dachpfannen wieder verwenden. Der Aufbau sieht folgendermaßen aus: bestehender Blindboden, Cellulose-flocken, Trümmer der Dachpfannen und wieder Cellulose-flocken. So kann also die Masse schwingen und Schallwellen absorbieren (genial oder?).

Freitags und Samstags brachte ich die Schalung (Verkleidung) an den Seitenwänden der Gauben an. Auch bei dieser Arbeit merkte ich, wie aufwendig Dachgauben sind. Zur Zeit kann man die Unterkonstruktion und die div. Anschlüsse (Unterdach, Zinkbleche und Dachpfannen) sehen und sich ausmalen, dass sie auch Baukosten verursachen.

Seit dem Sommer hat sich bei mir eingebürgert, dass ich jeden Samstag auch voll arbeite. Was natürlich nicht meinem Ideal entspricht. Nur sehe ich auch wieder die Winterzeit kommen, in der das Tempo des Baufortschritts langsamer wird und ich Zeit zur Muße und Besinnung haben werde. Ihr, meine lieben Leser, werdet das daran merken, dass ich mehr und öfters im Blog schreiben werde.

0 Kommentare

Ein neu entwickeltes Schalldämmelement

0 Kommentare

Der goldene Oktober

1 Kommentare

Die Straße wird breiter

So stand diese Woche unter dem Zeichen des Schornsteins. Was im Stall noch einfach anfing, da ich die Mantelsteine mit der Schwerkraft nach unten bringen konnte, gestaltete sich mit der wachsenden Höhe des Schornsteins zunehmend schwieriger. So montierte ich einen Flaschenzug (so etwas womit Mann Flaschen ziehen kann) mit einer Rolle. Beim Aufbau des Kamins (10m) verwendete ich eine Umlenkrolle, mit Hilfe von Jerry und der Schwerkraft konnten wir die Mantelsteine sachte auf das jeweilige Mörtelbett absenken. So wuchs der Kamin Stück um Stück dem Himmel entgegen.

Als aber am Feierabend Michael mit den neuen Dachpfannen (Gauben) ankam, mussten wir (Michael, Peter und ich) uns ganz gehörig ins Zeug legen und gegen die Schwerkraft arbeiten um sie alle aufs Dach zu hieven.

Eine weitere Baustelle ist ja der Brunnen und der Riedelplatz mit dem Übergang zur Straße. Darüber wollte ich mich mit dem Bürgermeister reden, da die Gemeinde einen angeschrägten Bordstein vorsah mit dem aber überhaupt keine ästhetischen Anforderungen vor Ort brüchsichtigt wurden/werden. Zumal die Idee des Riedelplatzes ist, dass damit ein Lebensraum gestaltet werden soll, der zum Verweilen einlädt und nicht nur dem Straßenverkehr huldigt, was wir in den letzten 50 Jahren Allerorten reichlich getan haben. Mit dem Ergebnis, dass uns den Menschen der Lebensraum (Piazza) um Gemeinschaft zu leben und erleben nun überall fehlt. Nach dem ich dem Bürgermeister den Wunsch vorgetragen hatte, lud er mich am Dienstag Abend zur Gemeinderatssitzung ein, was ich gerne annahm.

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung entzündete sich im Riedel eine heftige Diskussion, ob die Gemeinde (Gemeinderat) die gewünschte Lösung genehmigen würde. Die Stimmung war so, dass die Gemeinde uns nicht entgegen kommen würde, es entwickelten sich auch wilde Spekulationen, den ich vehement entgegen trat. Ich meinte wir sollen es versuchen und vielleicht gelingt es uns, die Mehrheit im Gemeinderat für die Gestaltung von Lebensraum zu überzeugen. Peter der Nachbar, Manuela die auch im Gemeinderat sitzt und ich wurden delegiert die Sache zu vertreten.

Das Ergebnis war, dass es uns nicht gelang die Mehrheit von unserem Projekt Lebensraum in Auders zu überzeugen. Statt dessen wurde ein sogenannter Kompromissvorschlag genehmigt, der den abgeschrägten Randstein vorsieht und von der Gemeinde eingebaut wird oder den gewünschten Dreisteinrand den aber selbst zu versetzen und zu bezahlen. So waren denn die Reaktionen der Beteiligten in Auders absehbar. „Ich hab es dir gesagt!!“ Mich schmerzt zwar die Tatsache, dass es uns nicht gelungen ist eine ästhetische und Lebensraum bietende Lösung zu erreichen. Statt dessen wird nun das gemacht, was wir seit 50 Jahren gemacht haben, alles zum Wohl des Straßenverkehrs. Auch beschleicht mich das Gefühl, dass bei dieser Angelegenheit ganz andere Gefühle und Faktoren hineinspielten. Nun heißt es das Beste daraus zu machen und das Band der Liebe nicht reißen zu lassen, gegenüber den die eine andere Meinung oder Ansicht vertreten. Für mich ist das Ziel und die Bestimmung, dass der Platz mit Brunnen, durch Gemeinschaft mit Leben gefüllt wird.

 

Es lebe die Piazza del Auders

0 Kommentare