Freitag, 12/01/24

 

Feuer machen morgens mache ich jetzt meistens und ich muss sagen es ist eines der schönsten Sachen nach dem Aufstehen zu machen. Nicht ans Handy gehen oder sich lange Zeit im Bad aufhalten.

 

Da wir gestern den Fahrradanhänger für Kinder aufgebaut haben, wollten wir heute ein entsprechendes Regal dafür bauen. Da das Brett des Regals zu tief hing, musste ich es erst abmontieren, um so für die eine Hälfte des Regals ein neues Brett zu sägen. Da ich noch nie wirklich viel mit Holz gearbeitet habe, hat Franz mir viele grundlegende Dinge erklärt. Ein bisschen blöd und unwissend kam ich mir vor und so war ich genervt und wollte eigentlich die meisten Dinge einfach selbst schon können. Das Denken ist unrealistisch, wo ich dann ein bisschen in einem Dilemma gefangen war. Ausmessen, den rechten Winkel prüfen, mit der Wasserwaage kontrollieren, Schrauben rein und rausschrauben, mit der Schneidemaschine arbeiten, diese Schritte haben schlussendlich zu dem fertigen Regalteil geführt. Am Wochenende will ich vielleicht alleine in die Werkstatt und mir ein Projekt suchen, an dem ich weiter lernen kann und dann auch ein Resultat habe. Das Schäumen der Milch für den Mittagskaffee wird besser, aber auch da hat mich der Ehrgeiz gepackt.

 

Momente, die ich besonders gern im Kopf habe sind, wenn Franz und ich mit unseren Kaffees und Keksen auf dem Balkon der Anliegerwohnung sitzen. Die Wärme der Sonne ist Balsam für die Seele und fühlt sich an wie im Frühling. In unseren Kaffeepausen habe ich das Gefühl, das wir das Wesen des Anderen besser kennenlernen. Grenzen, Vertrauen das wie eine Knospe im Frühling wächst, der Austausch und das Wissen im Wandel der Zeit, Schweigen. Heute war ich nach unserem Gespräch aufgewühlt, weil ich eine Erkenntnis bekommen habe, die mich unter Druck gesetzt hat aber auch eine gewisse Ruhe in mir ausgelöst hat. Am Nachmittag war habe ich mich mit Tamina getroffen und wir waren zusammen in Innsbruck. Innsbruck gefällt mir sehr, weil die Stadt viele Facetten hat, genauso wie die Menschen dort. Am liebsten hätte ich mich für mehrere Stunden in ein Kaffee gesetzt und Menschen beobachtet und geschrieben.

 

Die Zeit mit Tamina war sehr schön und die Fahrt zurück im Dunkeln eher anstrengend, weil ich die Straßen noch nicht so gut kenne.

 

Franz und ich haben uns ein schnelles Abendessen gemacht, zusammen gegessen und viel gelacht. Sodass bei den Temperaturen heute, das Eis langsam schmilzt.

 

Jetzt sitze ich nachdem anfeuern vom Kesselofen hier und bin schon ziemlich müde. Morgen beginnt mein erstes Wochenende in Auders mit gemischten Gefühlen.

 

 

 

Adios

 

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